Urlaub an der Ostsee auf der Insel Rügen
Flora des Nationalparks Jasmund
Die Besonderheit des Nationalparks Jasmund besteht nicht
nur in seiner Kreideküste, sondern darin, dass hier das größte
zusammenhängende Buchenwaldgebiet an der Ostseeküste unter
Schutz gestellt wurde. Jedoch gibt es hier nicht nur Buchen. Vielmehr
verfügt der Nationalpark auch über so feuchte Stellen, dass
Erlen und Eschen anzutreffen sind. In so manch einer Uferschlucht kannst
Du zudem auch Ahorn, Eiben und Wildobstarten sehen.
Kurios mag es Dir erscheinen, dass es im Nationpark Jasmund sogar die
nordamerikanische Sitka-Fichte gibt. Von der gewöhnlichen Fichte
in unseren Breiten unterscheidet sie sich durch ihre schuppige Borke.
Die Sitka-Fichte wurde vor der Zeit des Nationalparkstatus auf Jasmund
angepflanzt. Sie befindet sich in der sogenannten Entwicklungszone des
Nationalparks. Langfristig sollen hier die sogenannten Exoten durch
einheimische Bäume ersetzt werden.
Besonders faszinierend wird vielleicht auch für Dich der Anblick
von Orchideen sein, die Du an trockenen Kreideschutthängen entdecken
kannst. Als Kontrast dazu gibt es in den Moorlandschaften des Nationalparks
den Sonnentau, Riesenschachtelhalm, Wollgräser und Fieberklee.
Auch seltene Moosarten sind hier anzutreffen. An der Nordküste
des Nationalparks ist zudem eine Salzvegetation mit Strand-Tausendgüldenkraut,
Salz-Binse und Salzmiere zu erleben.
Also auf zur Entdeckungstour, bei Lust auch mit Lerneffekt: Purpurknabenkraut
heißt übrigens auch Orchis purpurea.
Noch ein Tipp: Wenn Du Deiner Begleitung nicht einfach sagen willst:
"Siehst Du dort das herrlich blühende Fuchs`sche Knabenkraut!",
dann kannst Du ganz einfach auf das Kraut zeigen und fachmännisch
verkünden: "Dactyllorhiza fuchsii!".
Nationalpark vorpommerische
Boddenlandschaft
Nationalpark Jasmund